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Wismar
 


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Die Hansestadt Wismar wurde im April 1945 in ihrem Herzen, dem gotischen Marienviertel, von britischen Bomben getroffen. Hierbei brannte das Schiff der Rats- und Hauptpfarrkirche St. Marien zwar aus, blieb jedoch in stabilem Zustand stehen. Es bestand keine unmittelbare Gefahr des Zusammenbruchs oder von gesundheitlichen Gefährdungen durch den abgesperrten Bau. Der Torso von St. Marien diente den Wismarern bis 1960 als Mahnmal. Dann wurde die Dritte der großen gotischen Stadtpfarrkirchen Wismars durch die SED gesprengt. Weder Diplomatie noch Protest konnten das imposante Bauwerk retten.
 

Originalzustand Vor der Sprengung  
Geschichte der Kirche und ihr Schicksal in der DDR
 
St. Marien/ Wismar

Geschichte: Ende des 13. Jh. bis Mitte des 15. Jh. erbaut, dreischiffige Basilika mit offenem Strebewerk, Umgangschor und seitlichen Vorhallen,  Ratsherrenkirche und Hauptpfarrkirche der Stadt, Teil des so genannten "gotischen Viertels", Marienkirchturm (80m) aus dem 17. Jh., 1945 ausgebrannt

DDR-Zeit: 1951 Bau einer Notkirche nach dem Entwurf von Otto Bartning als Provisorium aus den Steinen des alten Pfarrhauses, 1960 Sprengung von Chor und Langhaus, Verarbeitung des Baumaterials zu Schotter, keine unmittelbare Gefahr des Zusammenbruchs oder von gesundheitlichen Gefährdungen durch den abgesperrten Bau, Turm belassen


Stand: 23. Mai 2009. Copyright: Dr. Tobias Köppe, Vorsitzender Kuratorium Ulrichskirche e.V., Tel.: 0151/50151370, Email: tobiaskoeppe@hotmail.com